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2026-03-12 UrlEdge Editorial7 min read

Website-Migrations-Redirect-Checkliste: 15 Prüfungen vor dem DNS-Switch

Nutzen Sie diese 15-Punkte-Checkliste für Redirects, um wichtige URLs zu schützen, Ketten zu vermeiden und Migrationsfehler vor dem DNS-Switch zu erkennen.

Kleines Team arbeitet an einem Laptop zusammen, um eine Checkliste für eine Website-Migration zu planen und zu prüfen

Ob eine Website-Migration gelingt oder scheitert, entscheidet sich häufiger an Redirect-Disziplin als an Design, Code oder Launch-Kommunikation. Bevor Sie DNS umschalten, lautet die entscheidende Frage: Erreicht jede wichtige alte URL das richtige neue Ziel in einem einzigen sauberen Hop?

Diese Checkliste richtet sich an Teams, die:

  • auf eine neue Domain wechseln
  • ein neues CMS einführen
  • vom Monolithen auf Headless umsteigen
  • von einer Subdomain auf die Root-Domain wechseln
  • alte Blog- oder Doku-Strukturen in ein saubereres URL-Schema überführen

Wenn Sie ein Shopify-spezifisches Beispiel brauchen, lesen Sie unseren Guide zum Migrieren von Shopify-URLs auf Headless-Storefronts. Dieser Artikel ist die allgemeinere Checkliste, die Sie auf fast jeden Stack anwenden können.

Wenn Ihr Wechsel auch eine Domain-Weiterleitung mit Wildcards umfasst, behalten Sie Pfad-Erhalt, Query-Handling und Ziel-Logik während der folgenden Schritte besonders im Blick.

Das unverhandelbare Ziel

Vor dem Launch sollten diese fünf Punkte erfüllt sein:

  1. wichtige alte URLs zeigen auf die richtigen neuen URLs
  2. dauerhafte Umzüge verwenden dauerhafte Redirect-Intention
  3. Redirects lösen sich nach Möglichkeit in einem einzigen Hop auf
  4. interne Links zeigen bereits auf die neuen kanonischen URLs
  5. Post-Launch-Monitoring ist vorbereitet, bevor der Traffic umschaltet

Wenn einer dieser Punkte fehlt, steigt Ihr Migrationsrisiko schnell.

Team plant eine Website-Migration an einem Laptop und prüft Redirects, QA-Schritte und Launch-Checks

Die Redirect-Checkliste

1. Bestehende URLs inventarisieren

Planen Sie Redirects nicht aus dem Gedächtnis.

Ziehen Sie URLs aus:

  • XML-Sitemaps
  • Analytics-Landingpages
  • Top-Seiten aus der Search Console
  • URLs aus bezahlten Kampagnen
  • E-Mail-Templates
  • Backlinks und Partner-Dokumenten
  • alten Blog- und Doku-Archiven

Wenn eine URL Suchtraffic, Conversion-Traffic oder Support-Traffic erhält, gehört sie in Ihr Migrationsinventar.

2. Den finalen kanonischen Host früh festlegen

Bestimmen Sie den finalen Zielstandard, bevor Sie Redirect-Regeln schreiben:

  • https://newsite.com
  • oder https://www.newsite.com

Lassen Sie die Host-Entscheidung nicht offen. Genau so entstehen Ketten wie http -> https -> www -> final.

3. Eine Redirect-Map in einer echten Tabelle oder CSV führen

Mindestens diese Felder sollten Sie erfassen:

old_url,new_url,status,priority,owner,notes
https://oldsite.com/pricing,https://newsite.com/pricing,301,high,marketing,core landing page
https://oldsite.com/docs/api,https://newsite.com/docs/api,301,high,engineering,docs migration

So haben Marketing, SEO, Engineering und Support dieselbe verlässliche Arbeitsgrundlage.

4. Die wertvollsten URLs zuerst absichern

Priorisieren Sie Seiten mit der größten Wirkung:

  • Startseite
  • Pricing
  • Doku
  • wichtigste organische Landingpages
  • Kampagnenseiten
  • Support-URLs, die in E-Mails verlinkt sind

Geben Sie Seiten mit wenig Traffic am ersten Tag nicht dieselbe Aufmerksamkeit wie Ihren wichtigsten Conversion-Pfaden.

5. Alte URLs auf das beste neue Ziel mappen

Das Ziel ist nicht immer Pfad-Erhalt im 1:1-Sinn. Das Ziel ist die fachlich beste Zielseite.

Gute Beispiele:

  • alte Produktseite -> neue Produktseite
  • alte Doku-Seite -> entsprechende neue Doku-Seite
  • ausgelaufene Kampagnenseite -> aktuellste passende Angebotsseite

Schlechte Beispiele:

  • alles -> Startseite
  • stillgelegte Doku -> Startseite
  • kaputte Deep Links -> generische Übersichtsseite ohne Kontext

6. Für dauerhafte Umzüge dauerhafte Redirects nutzen

Wenn die alte URL nicht zurückkommt, verwenden Sie eine dauerhafte Redirect-Politik.

Wenn Sie sich bei der Status-Code-Wahl unsicher sind, lesen Sie Redirect-Typen erklärt.

Der entscheidende Punkt ist, eine dauerhafte Site-Migration nicht monatelang mit temporärer Intention laufen zu lassen.

7. Pfad-Struktur dort erhalten, wo es sinnvoll bleibt

Wenn die neue Website eine ähnliche Struktur beibehält, reduziert Pfad-Erhalt den manuellen Aufwand.

Beispiele:

  • /docs/* -> /docs/*
  • /blog/* -> /blog/*
  • /features/* -> /features/*

Wenn sich die Struktur stark geändert hat, sollten Sie für die wichtigsten Seiten explizite Eins-zu-eins-Zuordnungen nutzen statt blinder Wildcards.

Wenn Sie dafür das passende Implementierungsmuster suchen, kombinieren Sie eine saubere Redirect-Map mit Permanent 301 Redirects oder einem Free Redirect Service, je nach Rollout-Szenario.

8. Wichtige Query-Strings erhalten

Das betrifft vor allem:

  • Kampagnen-Attribution
  • Affiliate-Parameter
  • Tracking- und Lifecycle-Links
  • funktionale Parameter, die App oder Seite auswerten

Nicht jeder Query-String muss dauerhaft erhalten bleiben. Wichtige Parameter sollten aber bewusst behandelt werden.

9. Redirect-Ketten vor dem Launch beseitigen

Warten Sie nicht, bis PageSpeed oder Nutzer Ihnen sagen, dass die Redirect-Pfade unordentlich sind.

Ketten wie diese:

old-url -> old-intermediate -> final-url

sollten zu Folgendem werden:

old-url -> final-url

Wenn Sie dafür einen tieferen Debugging-Prozess brauchen, nutzen Sie Redirect Checker, um Hop-Pfade und Zielverhalten gezielt zu prüfen.

10. Auf Staging oder kontrollierten Hosts testen

Prüfen Sie vor dem öffentlichen Umschalten:

  • Startseite
  • wichtigste Landingpages
  • Doku-Pfade
  • Blogposts
  • parameterisierte URLs
  • mobile Zielpfade, falls vorhanden

Nutzen Sie Browser-Checks und einfache Kommandozeilen-Tests:

curl -IL https://oldsite.com/docs/api

Redirects sind nur ein Sicherheitsnetz. Interne Links sollten weiterhin direkt auf die neuen kanonischen URLs zeigen.

Dazu gehören:

  • Navigationslinks
  • Footer-Links
  • Links im Fließtext
  • Produkt-CTAs
  • Doku-Sidebars
  • E-Mail-Templates, wenn sich öffentliche URLs durch die Migration ändern

12. Sitemap, Canonicals und Navigation aktualisieren

Die Redirect-Map ist nur ein Teil der Migration. Ebenso wichtig sind:

  • XML-Sitemap
  • Canonical-Tags
  • hreflang, falls relevant
  • Hauptnavigation
  • strukturierte Daten, sofern URLs dort eingebettet sind

Wenn Ihre Redirects etwas anderes sagen als Ihre Canonicals, schaffen Sie sich später unnötige Aufräumarbeit.

13. Monitoring vor dem Launch vorbereiten

Planen Sie die ersten 7 bis 14 Tage nach dem Switch:

  • 404s beobachten
  • Top-Redirect-URLs prüfen
  • Traffic auf wichtige Seiten verfolgen
  • Kampagnenlinks kontrollieren
  • bestätigen, dass Doku- und Support-Links korrekt landen

Hier werden Analytics, Redirect Checking und Broken-Link-Monitoring operativ wertvoll statt nur theoretisch nützlich.

14. Die alte Redirect-Schicht lange genug stabil halten

Ein häufiger Fehler ist, Redirects als einwöchige Aufgabe zu behandeln. In Wirklichkeit können alte Links noch Monate oder Jahre lang Traffic erhalten.

Das gilt besonders für:

  • Backlinks
  • Bookmarks
  • PDF-Links
  • Partner-Dokumentationen
  • alte Social-Posts

Planen Sie Redirect-Dauerhaftigkeit – nicht nur Überleben in der Launch-Woche.

15. Ausnahmen und Sonderfälle dokumentieren

Nicht jede URL sollte umgeleitet werden. Manche sollten 404 oder 410 liefern. Manche Legal- oder Support-Seiten brauchen Sonderbehandlung. Einige alte App-Routen benötigen eventuell gerätebasierte Logik statt einfacher Redirects.

Dokumentieren Sie diese Fälle ausdrücklich, damit sie später nicht zu rätselhaftem Verhalten werden.

Eine praktikable Reihenfolge für den Rollout

Wenn Sie den kürzesten funktionierenden Ablauf wollen:

  1. URLs exportieren
  2. kanonischen Host wählen
  3. Redirect-Map anlegen
  4. wichtigste URLs testen
  5. Ketten beseitigen
  6. interne Links und Sitemap aktualisieren
  7. launchen
  8. 404s und Redirect-Traffic monitoren

Diese Reihenfolge macht die Arbeit für Engineering, Marketing und SEO deutlich nachvollziehbarer.

Wo UrlEdge hilft

UrlEdge passt besonders gut, wenn Ihre Migration Folgendes braucht:

  • Bulk-Import für Redirects
  • Wildcard-Pfadweiterleitung
  • schnelle globale Auslieferung
  • Redirect-QA-Tools
  • Sichtbarkeit nach dem Launch

Das ist besonders hilfreich, wenn Redirect-Logik nicht über App-Code, Reverse Proxies, CMS-Plugins und DNS-Provider-Weiterleitungen verstreut sein soll.

FAQ

Sollte jede alte URL irgendwohin weiterleiten?

Nein. Manche veralteten URLs sollten einen echten Fehlerstatus zurückgeben. Aber Seiten mit geschäftlichem Wert oder klarer Nutzererwartung sollten ein sinnvolles Ziel bekommen.

Ist es okay, alles auf die Startseite umzuleiten?

Meistens nicht. Das ist eine der schwächsten Migrationsstrategien, weil sie Pfad-Intention verwirft und sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen frustriert.

Wie lange sollte ich Migrations-Redirects behalten?

Länger, als die meisten Teams erwarten. Wichtige Redirects müssen oft deutlich länger als nur den Launch-Monat aktiv bleiben.

Was sollte ich testen, wenn die Zeit knapp ist?

Priorisieren Sie Startseite, Pricing, Doku, wichtigste Landingpages, Kampagnenlinks und URLs mit starkem historischem Traffic.

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